Meld mich zurück
Juli 18, 2008
Nach längerer Pause, in der ich neu Inspirationen gesucht und gefunden hab,
, bin ich zurückgekehrt!
Um ganz ehrlich zu sein, war es mir zeitweise etwas lästig, mich hier zu melden und das Neuste aufzuschreiben, außerdem wars mir irgendwann zu stressig, die Bilder immer zu bearbeiten.
Aber hiermit versuch ich einen Neuanfang, mit neuer Aufmachung, und hoffentlich auch mehr Elan, als beim letzten Mal!
Grüße,
eure Katrin
Einmal durch die Pampa und zurück
Mai 1, 2007
Lang ists her, dass ich mich auf diesem Wege meld, aber jetzt noch mehr über das Abenteuer Kenya!
Nach 7 Tagen am Berg ging es zurück in die Zivilisation, warme Duschen, ein normales Bett und Autos. Aber auch schon nach einer Nacht sehnen wir uns wieder in unser Zelt zurück und wollen wieder auf Achse sein, die Gelegenheit dazu haben wir ja: mit einem deutschen Pärchen gehts auf 3-tägige Safari in den Samburu-Nationalpark und an den Nakuru-Lake. Elefanten, Affen, Antilopen, und die Weite Afrikas, das ist genau das Richtige für uns. Nachts hören wir Hyänen lachen und geniesen es wieder auf dem Boden im eigenen Zelt zu schlafen. Aber auch der Sonnenaufgang gibt ein unglaubliches Bild ab:
Aber auch ein Teppich von Flamingos haben wir gesehen:
Nach 3 Tagen durch die Wildnis Kenyas fahren wir an den Lake Naivasha, campen an See und das erstmal seit 2 Wochen wieder die Aussicht klettern zu gehn und das bei Sonnenschein und 30 Grad im Schatten. Am 24.02. gehen wir mit 2 gemieteten Rädern und unseren Kletternsachen bepackt in den Nationalpark Hell´s Gate. Mit den Fahrrädern an Zebras vorbeifahren, die Landschaft genießen und Sonnenschein!
Anmerkung: Im Hintergrund steht eine Herde Zebras.
Am Berg 14.02. – 20.02.
März 20, 2007
Mit einer Mannschaft von 8 Personen (Giude, Koch, 6 Portern) brechen wir vom Naro Moru-Gate Richtung Med-Station (3024m) auf, 5 Std. durch tropischen Regenwald laufen, immer mit der Sorge, um der nächsten Kurve steht ein Büffel. Aber mit dem Tier wird der Gerold noch seine Erfahrung machen und das schon in der nächsten Nacht.
Nach einem 5-Gänge-Menü (!) auf einer Masai-Picknickdecke, liegen wir, zufrieden und glücklich, im Zelt. Schlafen ist in der Höhe noch kein Problem, wenn man mal von den ganzen Geräuschen absieht: Gerold hat ein Büffel direkt neben unserem Zelt schnauben und grasen gehört. Doch nach einem Blitzlichtgewitter verschwindet das Tier. (In Afrika sterben mehr Menschen durch einen Büffel als durch einen Löwen) Gerold fällt ein Stein vom Herzen.
Der nächste Tag beginnt mit einem riesigen Frühstück: Pfannkuchen, Schwarztee (gabs 3 1/2 Wochen lag zum Frühstück), Eier, gebratener Speck, Toastbrot. Und der Tag verspricht heiss zu werden, heute müssen wir gute 1300 Höhenmeter auf 12 km verteilt aufsteigen – durch die Vegitationzone Moor: eine Qual – man merkt die Höhe, man muss viel trinken, hat Kopfschmerzen und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch durch das Moor. Aber die Mühen lohnen sich: am Abend sind wir auf der 4300 m hohen McKinderHut direkt unter dem Mt. Kenya. Von hier aus werden wir also unsere Aufstiege und Touren planen.
16.02. Nach einer Nacht mit Übelkeit, hohem Puls und Kopfschmerzen – eine Auswirkung der Höhe – machen wir unsere kleine Eingehtour Pt. John (300m reines klettern – schluck!). Am Einstieg lass ich dann unserem Guide den Vortritt (ohne zu wissen, dass er kaum sichern kann und ich die nächsten 3 Wochen nichtmehr zum Klettern komm. Im Nachhinein ärgert mich das ganz schön!) Nach 5 bangen Stunden sind die Beiden unversehrt zurück.
Übersicht der Gipfel: von li nach re: Batian, Nelion. Der Freistehende Pfleiler ist Pt. John
Warten auf die Kletterer:
Klettern am Pt. John:
Der Tag darauf machen wir dann wirklich einen Pausentag, wir brauchen ihn beide. Mit Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit lässt sich dieser Berg nicht besteigen – sagen unsere Porter und unser Koch. Also gehen zeigen wir den Portern etwas klettern und das Sichern. Es wird ein angenehm warmer Tag, ohne viel Anstrengung. Eine gute Erholung für Gerolds Gipfelsturm am morgigen Tag mit einem Kletterguide (ich werd nicht mitgehn, da es mir weiter nicht so gut geht).
18.02. 3.15 Uhr morgens: Gerold steht auf, er macht sich mit seinem Kletterguide Kim auf den Weg zum Einstieg vom Nelion. Die Nächte sind in dieser Höhe immer etwas kälter und daher ist kostet es auch einige Überwindung aus dem warmen Schlafsack rauszugehn. Ich kann ausschlafen, da unser Guide und ich den Aufstieg auf 10.00 Uhr angesetzt haben. Alles zusammenpacken und nach 3 1/2 Stunden erreich ich die Austrian Hut auf 4.800m.
Sonnenaufgang am Einstieg zum Nelion:
Austrian Hut 4.800m
Gerold ist bei meiner Ankunft an der Hütte schon auf dem Rückweg über den Gletscher und total am Ende. Er stand auf dem 5.188 m hohen Nelion, für den Batian hat seine Puste dort oben nichtmehr gereicht (Seine Worte). Wir machen eine, für mich zulange, Pause, und vor lauter Kopfschmerzen und dazukommende Gangunsicherheit lass ich den Pt. Lenana (dritthöchster Gipfel 4.900m) bleiben. Ich war schon mit 4.800m höher als ich in den Alpen daheim je kommen werd. Eigentlich bin ich stolz auf mich! Wir steigen wieder auf die McKindersHut ab.
Gerold und Kim auf dem Rückweg über den Gletscher:
Anmerkung an dieser Stelle:
Gerold wird sein Gipfelsturm noch extra berichten auf Klettern.wordpress.com. Das wird allerdings noch etwas dauern! – oder auch nicht!!!!
Kenya – es war genial!!!
März 14, 2007
Ein kurzen Überblick über unseren Urlaub, den wir so nichtmehr vergessen werden.
Am 12. Februar gegen 18 Uhr ging unser Flieger Richtung Amsterdam und dann nach Nairobi – am 13. Februar um kurz vor 9 Uhr kommen wir in der Hauptstadt an. Das Erste was wir am Flughafen merken ist, dass hier die Bürokratie ähnlich aufwendig ist wie in Deutschland, etwas ganz anderes – es ist superwarm und die Kenyaner sehen uns Weissen schon an, dass man mit uns Geld machen kann (das werden wir noch lernen, und auch noch hassen lernen).
Nach 3 Stunden Fahrt durch Nairobi und Richtung Mt. Kenya sind wir am Youth Hostel in Naro Moru angekommen. Auch den ersten Kontakt mit einheimischen Kindern haben wir an diesem Tag noch. Und natürlich erhaschen wir noch den ersten Blick auf „unseren“ Berg – der aber noch weit entfernt ist.
Turnstunde im Räumle in Reutlingen
Februar 12, 2007
Es ist Freitag, irgendein Freitag der letzten Wochen in Reutlingen und es ist Abend.
Wie immer treffen sich ein paar sportliche Leute im berühmt berüchtigten Räumle. Es wird gebouldert, Bewegungsprobleme gelöst und erzählt: über das nächste Projekt draussen, über die letzten Ergebnisse der Deutschen Bouldermeisterschaft; und natürlich wird geturnt – zu was sonst hängt diese Barrenstange in der Mitte dieses Raums? Benutzt wird sie als Reckstange.
Ich fliege!!!
Was tut man so, ein paar Stunden vor dem Abflug?
Februar 12, 2007
PANIK,
will ich überhaupt nach Kenya? Der Gedanke kommt recht früh, jetzt kann ich mich nichtmehr umentscheiden, jetzt ist es zu spät!
Ich versuch mich abzulenken, gestern war ich noch klettern: so schlecht bin ich seit Monaten nichtmehr geklettert!
Dann halt Essen: ich hab aber eigentlich garkein Hunger! Oh Mann! Dann guck ich halt fernsehn und ess dazu – Hauptsache ich lenk mich ab!
Aber so wirklich ablenken das geht grad echt nimmer! Wie auch?
Gerold scheint ruhig zu sein, der isst wie ein Scheuendrescher, wie wenn er jetzt 4 Wochen nix zu essen bekommen würd, schaut TV und harrt der Dinge – wird schon gut gehn!
Warum auch nicht!
Also dann,