So richtig mit unserem „Rommbiel“ unterwegs

Die Woche vor Ostern wollten wir doch noch ein paar Tage Skifahren und Bouldern, weder Hotel noch Pension, sondern mit unserem neuen „Rommbiel“.

Was das ist? Den Namen hat es von unserem LittleBub, der vor gut 2 Monaten noch nicht Wohnmobil sagen konnte, aber eben „Rommbiel“ – aber es passt zu unserem rollenden Zuhause und es ist wesentlich entspannter darin zu leben und zu reisen, als mit unserem Bus. Wir stellen unser fahrbares Zuhause hin und legen die Kids in den Alkoven, kriechen nach hinten in unser Doppelbett, kein Umbauen, kein Aufstelldach hochklappen und wenn es in der Nacht und am Morgen zu kalt ist, dann wird eben geheizt. Das klappt erstaunlich gut, zwischenzeitlich haben wir die Technik raus und es ist halb so wild. Für die Kinder ein Abenteuer, der besonderen Art und auch zuhause wird immer wieder gefragt, ob man die Nacht nicht im Rommbiel schlafen könnt.

Los ging unsere erste Reise am Palmsonntag, 25. März, um 11.30 Uhr fuhren wir Richtung Reschensee, dort am Skigebiet Schöneben gibt es einen Stellplatz direkt am See, schön gelegen und auch recht leise und das Tollste, auch direkt am Skilift.

Da es sich ja um 15.45 Uhr nimmer auf die Piste lohnte, sind wir noch etwas aufs Eis, Snowkiter waren auch noch unterwegs und es war schon auch spannend für unsere drei Wirbelwinde so über das Eis zu laufen. Außerdem tat die Bewegung noch so gut.

Die erste Nacht mit leichten Minusgraden hatten wir gut überstanden, uns war es nicht wirklich kalt. Und schon waren die beiden großen Kids und mein Mann unterwegs, sie zog es an die Gondel und somit ins Skigebiet. Während der LittleBub und ich uns auf den Weg machten nach Reschen, mit Laufrad und Rucksack, um einige wenige Nahrungsmittel zu kaufen, hatte G. schon recht zu arbeiten mit seinen beiden Kids. Während der BigBub sich ne Abkürzung zwischen 2 paralell laufenden Pisten suchte und dabei im leichten Hang seinen Skier verlor, fuhr das BigMädle einfach unbeirrt weiter. G. wurde es ganz schön Angst und Bang (und eigentlich ist er der entspanntere Elternteil von uns), so sind ihm mal innerhalb kürzester Zeit beide Kids abhanden gekommen. Und da muss man echt sagen, die Skifahrer und Snowboarder dort sind echt mal entspannt und haben eben dann mit den Kids jeweils an den Liften gewartet, bis sie wieder eingesammelt wurden von G.

Der LittleBub und ich hatten davon so rein gar nix mitbekommen, wir spazierten am See entlang, genossen die Sonne, ein süßes Stückle und ein Almdudler.

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Beim Mittagessen im Rommbiel dann die Entscheidung, dass wir weiterfahren, denn wir hatten ja nicht nur Wintersachen in der Garage liegen. Nachdem G. und der BigBub noch den Mittag über die Pisten unsicher machten (den BigBub hatte ich bereits im Februar völlig unterschätzt, ich kann kaum noch mit ihm mithalten beim Skifahren), fuhren wir weiter bis Meran, besser gesagt, Dorf Tirol, oberhalb dieser wunderbaren Stadt, an einem Gasthof mitten in den Weinbergen am Hang schön gelegen fanden wir einen schönen Stellplatz mit Frischwasser- und Stromversorgung und auch der Abwasserentsorgung.

Am Dienstagmorgen, nach einer ruhigen Nacht und einem leckeren Frühstück, sattelten wir, als die drei Kids und ich, unsere Räder, G. wollte joggend die 7 km nach Algund schaffen. Puh, ich glaub, das waren mehr, aber egal, es war ein toller Ausflug, einmal durch Meran durch, G. und ich hatten die Stadt nicht ganz so toll in Erinnerung, aber ganz ehrlich, die ist so wunderschön.

Der LittleBub fuhr alles mit dem Laufrad, auch wenn er sich zwischendurch mal an einem Supermarkt auf das Mäuerle legte, um sich auszuruhen, eine kleine Vesper- und Verweilpause im Park einer kleiner Klinik legten wir auch noch ein.

Wir wollten ja weiter, denn nicht umsonst hatte ich einen Rucksack mit Kletterschuhen dabei. Im Bouldergebiet Algund verbrachten wir eine paar nette Stunden.

Die Heimfahrt mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln war für den LittleBub und mich echt nett, die Busfahrt für den kleinen Mann ein Erlebnis, während ich inständig hoffte, dass ich den Anschlussbus auch finden würde. Aber da hatte ich mir zuviel Gedanken gemacht und es verlief echt reibungslos. Eine klasse Sache haben die dort in Südtirol, mit der Kurtaxe ist die Fahrt in allen Öffis für umsonst, man hat sein Ticket, dass man in den Automaten schiebt und fertig – feine Sache!

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G. und die Großen fuhren mit dem Rad zurück, Respekt an die drei, auch wenn sie den Waalweg, der auf halber Höhe das ganze Vinschgau runter führt, gefahren sind, auch der geht hoch und runter.

Am Abend waren alle müde, naja, fast, die Kids hatten noch ein paar andere Kinder gefunden auf dem Stellplatz und machten diesen zusammen unsicher.

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Am Mittwochs gönnten wir uns den Luxus und fuhren mit dem Wohnmobil nach Algund, diesmal auch mit Bouldermatte, neben dem Bouldern durfte diesmal unsere berüchtigte Tannenzapfenschlacht nicht fehlen, alle gegen alle oder besser alle gegen Mama.

Während wir noch am Stellplatz uns mit ein paar netten Leuten unterhalten hatten, kam der schon am Mittag erwartete Regen, erst als Niesel, hatte es sich über Nacht dann doch eingeregnet und somit war das am Donnerstag morgen der Startschuss für uns zum Aufbruch gen Heimat.

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Schön ist es ja nicht nur auf Reisen, sondern auch zu Hause.

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